SL 98 nicht Jubiläumsrad - Restaurationsprojekt
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
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BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 21:34    Titel: SL 98 nicht Jubiläumsrad - Restaurationsprojekt
 
Hallo!

Nachdem ich meine SL 102 wieder in einen Zustand gebracht habe der mir recht gut gefällt, habe ich mich nach einer SL 98 umgesehen, und wurde in Ebay fündig.

Die Maschine befindet sich leider in einer jämmerlichen Verfassung, aber die Chemie zwischen uns beiden hat sofort gepasst und das ist wichtig.

Angeblich stand sie Jahrzehnte lang in einer Scheune unter Heu, Stroh und Kuhmist vergraben.

Aussehen tut sie als wäre sie erst vor ein paar Tagen aus dem Wasser gezogen worden.

Leider habe ich über die Geschichte nichts in Erfahrung bringen können.

Technisch steht sie nicht einmal so schlecht da, wenn da nicht der viele Rost, Dreck und die Standschäden wären.

Aber.....ich freu mich drauf. Und mein Frauchen macht kräftig mit Very Happy

Hier die ersten Bilder des "Opaparömpömpöms", wie es bei uns schon liebevoll genannt wird. "Opaparömpömpöm", weil sie gewissermaßen der Großvater meiner SL 102 ist, die bei uns nunmal "Papaparömpömpöm" heißt. Schließlich ist sie ja auch das "Parömpömpöm" von mir, also dem Papa!


Kurz vor dem Ausladen. Mein Freund Camillo schüttelt nur den Kopf. Ich weiß gar nich warum. Ich sehe sie schon in neuem Kleid strahlend vor mir.

Click auf das Bild, um den restaurierten Tank zu sehen

Detailaufnahme des Tanks. Man kann gerade noch so das Firmenwappen erkennen. Von einer Linierung keine Spur. Und ob dieser Tank auch zweifarbig war - ähnlich wie bei der SL 102 kann ich ich nicht gewiss sagen. Es scheint zwar so als wären mindestens zwei Farben verwendet worden, aber die Reste an der Oberseite sind zu gering um wirklich sicher zu sein. Gibt es Farbschemen für diese Fahrzeuge?

Oder noch besser: Gibt es Fotos einer gut restaurierten SL 98 im Netz?


Meine geliebte Alexandra hat sich gleich dran gemacht und den Kuhmist abgekratzt. Der Motor war recht Dick damit zugepappt. Innen sieht er aber trochen und sauber aus. Etwas Öl hier und da und er lässt sich einwandfrei drehen, der Unterbrecher arbeitet und der Kolben erzeugt noch jede Menge kompression. Am schönsten finde ich fast das Schwungrad der Zündspule aus Messing.

Click auf das Bild, um den restaurierten Gabelgelenkkopf zu sehen

Am Gabelgelenkkopf angebrachtes Firmenschildchen.


Leider fehlt das vordere nummernschild und was viel schlimmer für mich ist, die kleine Typentafel auf dem Schutzblech. Offensichtlich wurde sie vor nicht alzu langer Zeit entfernt.


Blick von hinten über den Rahmen und den Motor.








Fast schon etwas traurig blickt hier Enkel zu seinem am Boden liegenden Großvater, der in den letzten Atemzügen zu liegen scheint. Aber zärtlich sorgende Hände nehmen sich dem Alten nun an...Smile

Als offensichtlich fehlende Teile wurden bisher festgestellt:

- Gasgriff (Die innere Mechanik ist noch am Griff montiert, der Kuststoff ist zerfallen).

- Linker Lenkergriff

- Schutzblech der Antriebskette,

- Auspuff,

- Scheinwerfer,

- Sattel.

Wenn jemand eine Idee hat wo ich diese Teile bekommen kann, bin ich für entsprechende Hinweise natürlich dankbar. Ansonsten beginnt eben die übliche Langfristige Suche, bzw. Neufertigung.

Die Fortschritte der "Restauration" werde ich hier dokumentieren und hoffe damit anderen zu helfen, oder dass Ihr die Bilder auch einfach nur genießt!.

Bis bald!

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von AchimEngels am 30 Dez 2008 0:18, insgesamt 10-mal bearbeitet
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 21:37    Titel: Erste Arbeiten
 
Heute haben wir damit begonnen das Gefährt genauer zu sichten und zu zerlegen.

Da von der originalen Lackierung nur noch fragmentarische Reste vorhanden sind, mache ich mir keine sorgen darüber den Altanstrich zu entfernen. Eigentlich bin ich eher der Mensch der das originale erhalten will, aber da das Fahrzeug ja auch fahren soll macht es keinen Sinn "Feind Rost" zu konservieren. Er muss ab und damit auch die origianle Farbe. So schwer mir das fällt.

Am Anfang stand heute aber erst mal eine vorsichtige Reinigung mit Heißwasser


Auch wenn es hart erscheint, aber der ganze Mist und Heustaubdreck der in den Ecken sitzt und den Blick auf die Schrauben und Muttern verdeckt, musste erst mal mit dem Dampfstrahler ab.

Dabei kam zutage, dass der schriftzug "Express" am Rahmen rechts und das Wappen beidseitig am Tank aufgebracht war. Links am Rahmen gibt es keinen Hinweis auf den Schriftzug. Auch die Linierung kann hier nicht einmal erahnt werden. Ich wäre also schon Dankbar wenn mir jemand ein Gutes Foto einer restaurierten oder noch originalen Maschine zur Verfügung stellen könnte. Ansonsten bleibt mir nichts anderes Übrig als mich an meiner SL 102 zu orientieren.


Da es das letzte Mal gewesen sein soll, dass das Fahrzeug mit Wasser in Berührung kommt, wurde es anschließend sofort wieder trocken gelegt.



Click auf das Bild, um die restaurierte Gabel zu sehen

Details am Vorderrad. Nur Fragmentarisch lässt sich die doppelte Linierung in Weiß und Dunkelgrün an der Gabel, den Schutzblechen und dem Rahmen nachvollziehen. Kleine Skizzen helfen hier die Lage und Breite der Linien später wieder nachzuziehen.


Und dann begann das Zerlegen. Stück für Stück wird jetzt demontiert, vom Rost befreit, und gerichtet. Gegebenfalls nur polliert, lackiert oder neu verchromt.




Das Erste Teil das ich mir vornahm war heute die Benzinleitung. Interessant hierran ist, dass sie aus 6mm Stahlrohr gebogen ist. Bisher kannte ich nur die Kupferleitungen, aber ich bin ja auch Neuling bei den 98ern.

Wie es aussieht werden unlackierte Teile wie eben die Benzinleitung später durch kleine Rostnarben an der Oberfläche ihr Alter verraten...Smile


Verzweifelte Versuche die Schutzblechstreben zu demontieren. Leider drehen die Schrauben mit und ich möchte sie nicht verkratzen oder abdrehen. Es widerstrebt mir auch sie durch neue zu ersetzen. WEn möglich werde ich die Teile am Stück blank machen, Rostlöser ein paar tage einwirken lassen und es dann erneut probieren. Wenn es nicht gelingt, bleiben sie eben drin und werden so grundiert und lackiert.


Das Schutzblech habe ich mit einer feinen Topfbürste vom Rost befreit. die leichten bleibenden Rostnarben werden später mit füllgrundierung übersprüht und hoffentlich ohne viel Schleiferei fast verdeckt. Man darf sie ruhig bei genauerer Betrachtung noch erkennen können.


Nach dem blank machen werden alle Blechteile noch mit Fertan behandelt, bevor sie grundiert werden. Mit Fertan habe ich seither auch bei meinem 64er kadett gute Erfahrungen gemacht.

Viel Spaß

Achim


Zuletzt bearbeitet von AchimEngels am 12 Dez 2008 22:10, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Heinz Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 104
Wohnort: Naisa

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 21:54    Titel:
 
Hallo an alle !
Bin neu hier im Forum .
Ich habe eine SL 98 Baujahr 1934 in Schwarz Blau die ich 1987 restauriert habe .Die Reste dr Lackierung und Linierung waren damals gerade noch so zu erkennen . Offenbar ist deine Sl in Grün lackiert . Eine Vorgängermaschine vom BJ.1933 mit so einenr Lackierung steht imZweiradmuseum Neckarsulm.
Schöne Fokker übrigens !!
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 22:28    Titel:
 
Das ist ja eine wunderschöne Maschine! Ich kann meine zwar vor meinem geistigen Auge ähnlich schön sehen, aber das Foto macht doch Lust auf mehr!

Hast Du noch andere Bilder Deiner SL, vielleicht vor während und nach der Restauration?

Interessant auch, dass es wohl eine andere Ausführung ist als meine.

Könnt ihr mir auch Tips geben an wen man Kleinteile zum verchromen geben kann und wie diese vorbereitet sein müssen?

Wie hast Du Dein Fahrzeug Lackiert? Da ich mich mit den Emaillacken nicht auskenne, dachte ich an eine 2K EP Grundierung und eine Lackierung in 2K mit anschließendem Klarlacküberzug. Wie war das denn bei Express früher? Mir scheint es nicht so als wäre über Linierung noch ein Klarlacküberzug gewesen.

Könntest Du mir eventuell ein Foto schicken, dass die Aufhängung des Scheinwerfers zeigt?

Vielen Dank im Vorraus!

Achim
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H_Radexi Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 22.07.2008
Beiträge: 11
Wohnort: Bad Kreuznach

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2008 19:44    Titel: Rost
 
Rost hat ja auch was! Very Happy
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2008 21:09    Titel:
 
Fett!

Ich wette das Ding ist absichtlich so gestaltet und voll Fahrbereit!

Wenn ich mal eine zuviel habe würde ich sie auch rostig lassen, mit Klarlack versiegeln und in mein Wohnzimmer stellen. Smile

Aber in der Zwischenzeit mache ich diese mal wieder Rostfrei!!!


Die Schutzbleche sind die ersten großen Teile die ich mir vornehme. Abgesehen vom Rost, sind zahlreiche Beulen und Dallen im Blech. Sie sind wohl von allen Seiten ordentlich verprügelt worden.


Die affallendsten Schäden am hinteren Schutzblech sind ein offensichtlicher Auffahrunfall von hinten, bei dem das Nummernschild nach vorne eingedrückt wurde und das Katzenauge sowie die Rückleuchte zerdeppert wurden.

Am Ausschnitt für das Kettenblech sieht es so aus als hätte eine Maus genagt. Keinerlei Vorstellung wie hier das Blech an den Kanten nach vorne umgebogen werden konnte.


Links und rechts von der Halteklammer des Ständers ist das Blech eingerissen. Das kann so nicht bleiben.


Schon erledigt.


Und auch schon verschliffen.


Das Hintere Schutzblech wieder in seiner Form. Entrostet und ohne Beulen und Dallen.


Das untere Ende des vorderen Schutzbleches sah auch ziemlich zerrupft aus.


Ein bischen Dängel, dängel, dängel....


...viel besser so!!!!


Das vordere Schutzblech vor dem Polieren. Leider konnte ich die hintere Strebe nicht abbauen. Die Schrauben sitzen zu fest. Bei allen anderen war es schon hart an der Grenze, aber ich konnte sie ohne Beschädigung lösen.

Mittlerweile sind sie auch schon wieder gesäubert und poliert und liegen für den späteren Wiederzusammenbau bereit. Immer schön wenn man die Originalschrauben wieder verwenden kann.


Der Benzinhahn und benzinfilter wie ich ihn abgebaut hatte. Leider fehlte der kleine Griff am Hahn.


Benzinhahn und Filtereinheit zerlegt und gesäubert.


Der Hebel für den Benzinhahn wird nachgefertigt.


Beim Säubern mit der Bürste ging die Verzinnung der Oberfläche verloren. Später werde ich die Teile vermutlich wieder verzinnen lassen. Ganz sicher bin ich mir hier noch nicht, da das Verzinnen lediglich modischen Zwecken dient. Messing war in den dreißiger Jahren nicht mehr so sehr "En Vouge" - oder wie das heißt. Ich persönlich finde die Messing - Gußteile sehr schön.




Die erste fertige Einheit. Benzinhahn, Filter und Leitung.....ab ins Regal bis zur Wiedergeburt....

Viel Spaß!!!

Achim
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2008 20:12    Titel:
 
Also irgendwie komme ich an dem Ding nicht vorbei. Zum Glück bin ich selbsständig....Smile


Den Gasgriff habe ich mir heute als erstes vorgenommen. Alle Teile bis auf den Gummigriff selbst sind vorhanden. Leider fällt das vordere Gusteil schon völlig auseinander, so dass ich den Gummigriff-Überzug und dieses Gußteil als Ersatz benötige. Alle übrigen Teile sind in einem noch erhaltenswerten Zustand und werden wieder auf Vordermann gebracht und weiter verwendet.


Die demontierten Einzelteile des Gasgriffes


Die Abschlußkappe mit dem Schriftzug "MAGURA" sieht auf den ersten Blick recht ramponiert aus. In der Drehbank lässt sich aber an der Oberfläche eine Kleinigkeit abnehmen. Nun hat sie zwar nicht mehr die originale Form, aber dafür ist es das Originalteil und kann weiter benutzt werden.


So sieht die Abgedrehte Kappe dann aus.


Die fertig gereinigten Teile des Gasgriffes.


Mein kleiner sohn Jannik ist tatkräftig dabei und hilf mit.


Der Nummerntafel-Träger bevor er zerlegt wird.


Die Blechteile des Nummerntafel-Trägers nach der Reinigung. Ganz verstehe ich zwar nicht warum das so massiv ausgeführt wurde, aber zumindest hat es mindestens einmal bei einem Auffahrunfall als "Knautschzone" gedient.


Die federklemme der Ständerhalterung vor der Säuberung.


Das Katzenauge wurde bei einem Auffahrunfall von hinten regelrecht zertrümmert.


Abgesehen von einer Dalle ist das Gehäuse des Katzenauges angerostet.


Vorsichtig wird der Haltering aus Aluminium entfernt und das beschädigte Glas entfernt.


Auf der Drehbank habe ich mir ein passendes Gegenstück für den Aluminiumring gedreht, auf dem er dann gerichtet werden konnte.


Das Katzenauge ohne Glas und der Halter des Ständers gesäubert. Jetzt muss ich mir nur noch ein passendes Glas für das Katzenauge besorgen und schon ist das Ganze zu 75% original wieder einsetzbar.


Die Rückleuchte ist etwas heftiger beschädigt. Der Aufprall von hinten hat sie förmlich eingedrückt. Dabei ist wohl das "Plexiglas" für die Kennzeichenbeleuchtung gesplitters und herausgefallen. Jedenfalls sind die Niete das einzige was übrig blieb.




Besonders knifflig war das "Entfalten" des Gehäuses an der Knickstelle....


...aber wie man sieht hat es dennoch gut funktioniert. Die Kontakte und der Isolator sind noch erhalten geblieben, so dass die Funktion gewährleistet sein dürfte.


Der Haltering für das Glas ist auch hier wieder aus verzinntem Messingblech angefertigt.

Wie beim Katzenauge gilt auch hier, dass ich mir das zerstörte Glas neu beschaffen muss


Mein Gelenkkopf ziert ein wunderschönes Firmenschild aus Mesing. Farben waren keine zu erkennen.

Viel Spaß

Achim
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
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BeitragVerfasst am: 08 Sep 2008 8:56    Titel:
 
Hallo, hier die neuesten Bilder vom weiteren Zerlegen.


Ausgebaute Gabel.


Details der Reste meiner Linierung. Unter den Klemmen war die farbe nicht alzu sehr dem Sonnen licht ausgesetzt. Hier lässt sich die Farbzusammensetzung durch das Spektroskop noch gut bestimmen. Schwieriger wird es mit der Zweite linie der Linierung. Alle die ich gefragt habe empfinden die Zweite farbe als ein Dunkelgrün. Einer sagte sogar es könnte auch ein Schwarz sein, eventuell sogar ein ganz dunkles Schwarzblau......???


Der Tank meiner Express scheint Einfarbig gewesen zu sein. Um die verwitterten Wappen der Firma finden sich keine Anzeichen einer zweiten Farbe.


Und das Selbe auf der anderen Seite.


Untersuchung der Linierung am Rahmen.


Und man kann auch nicht immer nur Zärtlich sein. Und wenns klemmt, dann kommt eben Thors Hammer.....


Tretkurbel vor dem Ausbau...


Und hier hat Thors Hammer dann doch gewonnen. Smile

Viel Spaß

Achim
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
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BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 6:44    Titel:
 

Die zerlegte Tretkurbel nun frei von Rost und Grob vorpoliert.


Irgendwann soll das mal neu verchromt werden. Da steckt noch einiges and Oberflächenbehandlung drin...


Die obere Gabel nach dem Ausbau.






Der grobe Rost wird mit der Bürste entfernt. Anschließend wird mit der Fächerschleifscheibe die Oberffläche vorsichtig abgezogen, bis die Rostnarben vollständig beseitigt sind.




Die obere Gabel präsentiert sich nun wieder blank und Narbenfrei. Natürlich muss die Oberfläche noch geglättet und polliert werden, bevor das Teil neu verchromt werden kann. Aber der Erste Schritt ist bekanntlich immer der schwerste....


...nachdem der nun getan ist kann es weiter gehen.

Viel Spaß!

Achim
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
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BeitragVerfasst am: 11 Sep 2008 21:54    Titel:
 
Als erstes heute möchte ich Kund tun, dass mein Tank - wie mir das von den Spezialisten hier auch schon per E-mail versichert wurde - wohl doch zweifarbig war. Manchmal brauche ich etwas länger um gewisse Dinge die nicht ganz offensichtlich sind als gegeben hinzunehmen.

Nach genauerer Untersuchung habe ich ganz winzig kleine Reste der blauen Farbe tatsächlich entdecken können. Ich finde es erstaunlich, wie sauber die blaue Farbe einfach von der grünen Grundfarbe heruntergefallen ist. Es sieht auch beim zweiten Blick noch so aus, als wäre nie ein Blau über dem Grün gewesen. Aber doch, sie war da.......

Ich habe jetzte damit weitergemacht, den Gepäckträger und den Rahmen zu säubern.

Beide Teile waren doch schon sehr von Oberflächenrost befallen, der Narben von bestimmt 2-3 Zehnteln verursacht hat.

Die Teile wurden erst mit der Bürste vom groben Rost befreit, anschließend mit der Fächerscheibe grob beschliffen und dann zunächst mit Fertan gegen den Rost behandelt.

Das Beschleifen mit der Fächerscheibe, mache ich aus zwei Gründen. Erstens möchte ich eine glatte Basis für den Lackaufbau haben, und kein tief Zerfurchtes Etwas. Zweitens, um die Rostnester zu öffnen, die unter der Oberfläche wuchern. Dadurch kommt das Fertan besser zur Wirkung.

(Fertan ist kein Rostumwandler oder so etwas, sondern "nur" ein Rostlöser und reagiert mit der Oberfläche, damit kein neuer Rost entsteht. Da es aber biologisch ist, zersetzt es sich (besonders am Licht) und es sollte nach spätestens einem halben Jahr zumindest grundiert werden.)

Der Nachteil des Abschleifens ist hierbei, dass eben 2-3 Zehntel der Oberfläche abgeschliffen werden. Allerdings dürfte das bei diesen Materialstärken kein Problem sein. Smile

Hier nun die Bilder:



















Viel Spaß!

Achim
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2008 21:02    Titel:
 
Heute kam der Tank dran.

Ich denke die Bilder verdeutlichen die Rostnarben doch recht anschaulich.

Gegen Dellen in einem über 70 Jahre alten Tank habe ich eigentlich nichts, aber in diesem Fall, habe ich mich doch dazu durchgerungen sie auszuzinnen. Da ich hierin nicht die größte Erfahrung habe, sieht es noch verdellt genug aus Rolling Eyes










Viel Spaß

Achim.
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2008 20:54    Titel:
 
Die Gabel war das bis dato letzte Teil dass noch nicht vom Rost befreit wurde.

Nachdem wir jetzt die Farbe bestimmt haben konnte ich mir sie vornehmen.

Die Linierung wurde wie an allen anderen Teilen auch auf die einfache Weise mittels transparentem Papier festgehalten.

Die Messing-Gleithülsen in der Gabel waren recht ausgeschlagen, sodass ich sie durch neue ersetzt habe. In meinem Restauration-Protokoll tauchen als erste Neuteile auf. Crying or Very sad


Mittels Transparentpapier wird der Verlauf und die Positionierung der Linierung für später festgehalten.


Ausbohren der eingepressten Messing-Gleitlager in der Gabel.

Vorsicht bei solchen Aktionen!. Messing ist ein Kurzspäniges Metall. Den bohrer habe ich bei solchen Operationen extra Stumpf (!!!) geschliffen.


Anschließend wird dei Führung mit dem Reibaal auf Maß gerieben.


Eine der neuen Hülsen ist schon eingepresst, die zweite kommt gleich dran. Die Originalhülsen hatten eien Länge von 30mm. Meine habe ich 40mm lang gemacht, da der Gelenkbolzen im Bereich der alten Hülsen einseitig schon ziemlich ausgeschlagen war. Auf diese Weise habe ich nochmals 35% Auflagefläche links und rechts und kann den alten Bolzen noch eine Weile fahren.



Die fast fertige Gabel erstrahlt schon wieder in neuem Glanz! Very Happy




Viel Spaß

Achim
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nickknattertom Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 14.10.2007
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 7:21    Titel: Toller Bericht
 
Hallo Achim,
herzlichen Glückwunsch zu Deinen fast täglichen Berichten hier im Forum.
Man kann ganz schön süchtig davon werden.Für das Jahr 2008 habe ich die E-Post Redaktion übernommen.Wir benötigen für alle die kein Internet besitzen,genau solche Berichte für unsere IG-Postille.Vielleicht findest Du ja noch ein paar Minuten Zeit um auch den anderen Mitgliedern Deine Restaurieungsarbeiten vorzustellen.
Am 30 Oktober ist Redaktionsschluß.

Viel Spaß noch

Gruß Klaus Korte
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2008 21:14    Titel:
 
Hallo!

Danke! Zuviel der Ehre.....Smile

An und für sich kein problem, aber ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich kein Profi bei solchen Restaurationen bin. Das ist mein Erstes großes "Moped"-Projekt und ich wurschtel mich da halt mal so gut durch wie ich es eben kann. Sicher geht das besser. Aber wenn Ihr meint das wäre interessant, dann schreibe ich gerne etwas. Gib mir nur kurz etwas nähere Eckpunkte wie Du Dir das vorstellst (größe, Format, etc. etc.), dann schau ich mal wie ich das verpacken kann.

heute konnte ich leider an der Express gar nichts arbeiten, da ich meiner Frau bei ihrer Phänomen helfen musste.

Falls das auch für den einen oder anderen Expresser interessant ist, dann könnt Ihr Euch Ihre Arbeit gerne mal hier ansehen:

http://www.oldtimer-freunde.info/forum/viewtopic.php?p=1421#1421

Ich hoffe morgen kann ich wieder Fortschritte an der SL 98 zeigen.

Gruß

Achim
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AchimEngels Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beiträge: 193
Wohnort: Schorndorf

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2008 16:26    Titel:
 
Der Ständer stellt sich doch als größeres Problem dar als erwartet.

Bei oben erwähntem Auffahrunfall hat er wohl doch das Meiste der Energie aufgenommen. Nicht nur die Rohre selbst waren völlig aus der Geometrie sondern sogar die Beschläge waren stark verfaltet.

Es ist mir zwar gelungen aus dem Zusammenhang heraus die Form wieder grob hinzubekommen, aber die Auflageflächen passen noch immer nicht. Überhaupt ist das ganze Ding recht merkwürdig verdreht.

Wenn jemand ein oder zwei Detailfotos seines SL 98 Ständers hier mit einbringen könnte, könnte ich ihn wieder so hinbekommen wie er tatsächlich mal war. Ansonsten muss ich eben das Beste aus dem machen was ich habe.

Das Querrohr am unteren Ende muss ich auf alle Fälle ersetzen, da hier irgendwann einmal jemand daran herumgebastelt hat.











Viel Spaß!

Achim
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